MP3 Tipps: Hilfe zu Kompression, Bitrate und ID3

Wenn die Wörter „Musik“, „kopieren“ oder „Musikindustrie“ fallen, ist es bis zum Kürzel MP3 nicht mehr weit. Aber was bedeutet MP3 eigentlich und wo kommt das her?

Kurze Geschichtsstunde zu MP3

MP3 ist ein Format um Audio (Sprache oder Musik) in komprimierter Form zu speichern. Davor gab es nur unkomprimierte Audioformate, dass bekannteste ist Wave. Diese sind qualitativ zur CD gleichwertig, beanspruchen allerdings enorm viel Speicherplatz. Ca. 1 Megabyte pro Minute Musik.
In Zeiten, wo Speicher nicht so üppig und dazu noch teuer war, also ein echtes Problem. Bereits mit einer auf den Computer übertragenen CD war die Festplatte häufig komplett belegt.
Das MP3-Format erlebte seinen Durchbruch gegen Ende der 90er Jahre. Entwickelt wurde es bereits seit 1987 und zwar am deutschen Fraunhofer Institut. Die Komprimierung von MP3 reduziert die Größe von Audiodateien um ca. 90 %. Und sollte damit den Musikmarkt für immer umkrempeln. Sämtliche Musikdownloads dieser Welt basieren quasi auf einer deutschen Entwicklung. Und eignet sich auch zum Digitalisieren von Schallplatten und Kassetten.

So funktioniert MP3

Eigentlich ist es ganz einfach und erschreckend logisch zugleich. Musik, Sprache und Audio enthalten für den Menschen unhörbare Elemente, die aber trotzdem mit gespeichert sind. MP3 tut jetzt nichts anderes, als diese unnötigen Elemente aus den Aufnahmen zu entfernen.
Das funktioniert mal mehr, mal weniger gut. Abhängig ist das Ergebnis von der jeweiligen Bitrate, mit der die Aufnahmen komprimiert werden. Aber was so einfach klingt, ist das Ergebnis von jahrelangen Entwicklungen und Forschungsarbeiten.
Ein kleiner Exkurs, wie Digitalisierung von Audiomaterial überhaupt funktioniert: Von Analog zu Digital

Jetzt zum Mitraten: was sind Bitraten?

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Je höher die Bitrate beim Kodieren von MP3-Dateien, umso hochwertiger ist die Qualität der komprimierten Musik. Erhöht sich die Bitrate, steigt gleichzeitig allerdings auch der Speicherverbrauch, ist aber immer noch um ein Vielfaches kleiner als unkomprimierte Musik.
Als ideales Mittelmaß ist eine Bitrate von 128 kBit/s sehr beliebt, bildet sie doch einen guten Kompromiss aus Klang und Speicherbedarf.

Bei Bitraten zwischen 32 und 96 kBit/s treten die durch die Komprimierung hervorgerufenen Qualitätsverluste schon deutlich zu Tage. Empfehlenswert sind diese nur, wenn der Speicher wirklich knapp ist. Und heute ist das doch eher selten.
Aber besser geht’s immer. Mit 192 kBit/s ist auch für Musikexperten kein merklicher Unterschied zur CD auszumachen, ganz zu schweigen bei einer Bitrate von 256 kBit/s.
Aufgrund des heute ausreichend zur Verfügung stehenden Speichers haben sich bei allen Downloadshops weitgehend die 192 kBit/s Bitrate durchgesetzt.

Variabel oder konstant? MP3-Kompression nach Bedarf

Bisher war die Rede nur von festen oder konstanten Bitraten, es gibt aber auch variable Bitraten. In dem Fall analysiert eine Software die Menge der Frequenzen in der Musik und entscheidet anhand des Ergebnisses, welche Bitrate zu welchem Zeitpunkt verwendet wird.
Reine Sprachaufnahmen enthalten viel weniger unnötiges Frequenzmaterial und kann daher stärker komprimiert werden als eine Unplugged-Aufnahme die einfach hochwertig klingen muss.

ID3-Tags – versteckte Infos in MP3-Dateien

Vielleicht haben Sie sich schon einmal gewundert, woher die Displays der Wiedergabegeräte den Interpreten, den Albumnamen und den Liedtitel der gerade abspielenden MP3-Datei wissen, obwohl der Dateiname doch völlig anders lautet?
Hinter diesem Geheimnis stecken die ID3-Tags. Das sind Meta-Angaben, die in Textform in der MP3-Datei gespeichert sind und von der jeweiligen Software ausgelesen werden können. Zusätzlich sind hier auch Angaben zu Erscheinungsjahr, Lieditel, Musikrichtung und etliches mehr möglich.
Meist werden aber nur die wichtigen Angaben zum jeweiligen Lied eingepflegt.
Doch auch Coverbilder lassen sich so zur Anzeige auf Displays direkt in den Musikdateien speichern.

ID3-Tags selbst anlegen

Ein guter Helfer für das Bearbeiten von MP3-Tags ist das Programm MP3Tag (Windows). Dieses Programm ist ein praktischer Helfer zum Benennen von MP3-Dateien und der Vergabe von MP3-Tags.
Digitalisieren Sie Ihre analogen Tonträger als MP3, werden Sie die einzelnen Lieder der Schallplatte oder Kassette auch als einzelne Titel exportieren.
Zu diesem Zweck lässt sich mit Hilfe der Titelmarkierung und Titelbenennung in Magix Cleaning Lab bereits viel erreichen. Wenn Sie ein noch besseres Ergebnis haben möchten, hilft MP3Tag weiter.

Dateinamen aus ID3 Tags extrahieren – und umgekehrt.

Haben Sie in Ihren MP3-Dateien die ID3-Tags Interpret, Album, Liednummer und Titel vergeben, können mit wenigen Mausklicks auch die MP3-Datei anders benennen. Dafür muss mit MP3Tag ein Schema angelegt werden, in das beim Umbenennen die Daten der ID3-Tags eingetragen werden.
So haben Sie nicht nur gepflegte Metadaten in Ihren MP3-Dateien, sondern auch übersichtliche Dateinamen, aus dem sich auch alle wichtigen Informationen ablesen lassen.
MP3Tag kann auch das jeweilige Coverbild in der MP3-Datei abspeichern.

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