Tapedeck und Kassettenspieler kaufen - Tipps

Klein, handlich und jede Menge Speicherplatz. Die Rede ist nicht von einer Speicherkarte sondern von einem mittlerweile ausgestorbenem Tonträger: die Audiokassette. Im deutschen Sprachgebrauch wurde und wird meist nur die gekürzte Form „Kassette“ verwendet.

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  • Dolby hilft bei der Rauschunterdrückung

Schrecken aller Kassetten: der Bandsalat
Schock für Kassettenbesitzer: Bandsalat! Bildquelle: pixabay.com
Besonders bei Kassetten lohnt es sich, mit dem Vorgang der Digitalisierung nicht zu lange zu warten. Denn das Alter wirkt sich auf die Qualität des Magnetbandes aus. Das Band in einer Kassette ist natürlich kein echtes Magnetband aus Metall, sondern nur ein Kunststoffband mit einer magnetischen Beschichtung. Und diese Beschichtung unterliegt einem Alterungsprozess, der natürlich auch von der Qualität der Kassette an sich abhängig ist.

Aber auch Pflege, Staub und Umgebungstemperatur bei der Lagerung spielen eine Rolle bei der dauerhaften Qualität einer Kassette. Die mechanische Funktionsweise sorgt beim Abspielen von Kassetten für Fehlfunktionen. So kann es beim Ausleiern der Rollen im Kassettengehäuse zu einer Lockerung der Tonbandspannung kommen. Dann ist der nur ungern gesehene Bandsalat schneller und öfter da, als einem lieb ist.
Und spätestens wenn sich die Kassette dann im Abspielgerät völlig verheddert hat, ist ihr Lebenslicht oft ausgepustet.

Geschichtsstunde zur Audiokassette

Walkman Sony
Mobil Musik hören: der Walkman Bildquelle: pixabay.com

1963 wurde die Kassette als Neuheit auf der Funkausstellung in Berlin präsentiert. Basierend auf der bereits bestehenden Technik des Tonbandes bot die technische Neuheit aber einen großen Vorteil. Die Kassette war wesentlich kleiner und auch die dadurch kompakteren Kassettenrecorder ersetzten die klobigen Tonbandgeräte recht schnell.
Der größte Vorteil der Kassette gegenüber der Schallplatte war die Möglichkeit, eigene Aufnahmen zu erstellen. Die Qualität war anfangs im wahrsten Sinne des Wortes „berauschend“, aber die technische Entwicklung ging natürlich weiter. Und so sorgte die Dolby Rauschunterdrückung ab 1968 für einen Anstieg der Audioqualität und einen weltweiten Erfolg des Systems.
Aufgrund des leichten Handlings fand die Kassette schnell ihren Markt. Besonders als Tonträger für Hörspiele war die Kassette auch hierzulande sehr erfolgreich.

Kassetten: Für Musik und als Datenträger geeignet

1979 hatte Hersteller Sony eine grandiose Idee. Statt eines Kassettenradios mit integrierten Lautsprecher wurde das eigentliche Kassettenlaufwerk auf ein Minimum geschrumpft und mit einem Kopfhörer ausgeliefert. Fertig war der Walkman, der einer ganzen Gerätesparte seinen Namen gab.

Auch die Computerindustrie der frühen 80er entdeckte die Kassette. Sie diente als Speichermedium für berühmte Heimcomputer wie den Commodore 64. Das ging zwar alles fürchterlich langsam, war aber günstig.

Tapedecks und die Rauschunterdrückung

Hörspielkassette als MP3 auf dem Smartphone
Verwertungskette: Kassette - MP3 - Smartphone

Möchten sie zum Kassetten digitalisieren ein neues oder gebrauchtes Tapedeck kaufen, achten Sie auf eine möglichst vielfältige Unterstützung der Rauschunterdrückung.
Das oben erwähnte Dolby-System fungierte unter dem offiziellen Namen Dolby-B, das Nachfolgesystem Dolby-C knüpfte an den Erfolg an.

Die letzte Inkarnation Dolby-S schaffte es nicht mehr, den Erfolg aufrecht zu erhalten. Nicht weil es die Erwartungen nicht erfüllte, es kam einfach zu spät auf den Markt um noch erfolgreich zu sein. Die Digitalisierung in der Musikwelt hatte bereits um sich gegriffen.

Ein Tapedeck sollte mindestens Dolby-B und C beherrschen, idealerweise auch das System S. Denn für die optimale Audioqualität muss die Wiedergabe mit dem System erfolgen, mit dem die Kassette auch aufgenommen wurde.

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